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Ich bin Sylvia und Singer/Songwriterin. 

Als bekennender Tanzfreak hat meine meist selbst mit Gitarre, aber auch mit Klavier/Keyboard und Akkordeon begleitete Musik im Akustiksound einen gefühlvollen bis tanzbaren Groove. Songs auf englisch, französisch und deutsch klingen vom Jazz inspiriert wie ZAZ mit einer Prise Dramatik von Adele ergänzt durch rockige Nuancen von Alanis Morisette und eine Portion Soul. 

Als Singer/Songwriterin zeige ich in meiner Musik dynamisch Erfahrungen auf, die wie im Fluss des Lebens nicht immer aus vorhersehbaren Abläufen wie Strophe und Refrain bestehen. Meine Lieder handeln von Verletzbarkeit und Zerbrechlichkeit, die uns im Scheitern und bei Enttäuschung begegnen, aber auch von aller Lebensfreude, Kraft und Liebe, die das Leben uns schenkt, wenn wir bereit sind, uns dafür zu öffnen. Hier gibt es mehr Verbindendes als Trennendes zu entdecken. Diese Emotionen lege ich beim Singen in meine Lieder. 

Lebendigkeit in Musik spüren 

In täglichen Routinen geraten wir alle immer wieder in Gefahr, ignorant und gleichgültig bis stumpfsinnig zu funktionieren. Überhöhte Ansprüche führen dazu, uns selbst zu missachten. Wir leben uns selbst und anderen gegenüber wie betäubt, handeln ohne emotionale Beteiligung in Nebelschwaden aus digitalem Alltagsgrau. Wegzappen funktioniert nicht.
 Mit meiner Musik setze ich solcher Gefühlstaubheit und Kälte spürbar etwas entgegen. Wenn ich auf die Bühne gehe, bin ich mit meinem authentischen musikalischen Ausdruck präsent und zieh keine Show ab. Ob Coverversion oder eigener Song – im Zentrum meiner Musik stehen Geschichten, die in Texten, Zwischentönen und Klangfarben ganz persönlich berühren und uns an unsere Lebendigkeit erinnern. 


Schon in meiner Kindheit hat mich Musik begeistert. 

Die Freude, Musik zu machen konnte ich bei meiner Erzieherin im Kindergarten erleben, wenn sie mit uns im Stuhlkreis zu ihrer Gitarre sang. Gleichermaßen fasziniert hat mich das freundliche Wesen dieser singenden Frau und die Möglichkeit, unseren Gesang mit der Gitarre stark werden zu lassen. Ich war erst vier Jahre alt, als ich eines Tages spürte, dass ich unbedingt mitmachen und auch eine Gitarre haben wollte. So hab ich mir selbst aus roten und blauen drei – und viereckigen Elementen aus einer Baukiste eine Form konstruiert, die ich mit passenden weißen Vierkant- Schiebeelementen zu meiner Spielzeug- Gitarre bauen konnte. Die hatte keine Saiten. Das war völlig unwichtig. Voller Stolz hab ich sie in den Stuhlkreis mitgenommen. Die Erzieherin fand das klasse. An diesem Tag hab ich jedes Lied mit begleitet, das die Erzieherin auch spielte. Ich konnte spüren, wie diese selbstgebaute Gitarre meinen Gesang kräftig und stark werden ließ. Aus purer Freude hab ich einfach alles mit meiner Stimme ausprobiert, was mir in den Sinn kam. Dabei fühlte ich mich frei und stark. 

Klang versus Konkurrenz

Auch außerhalb des Kindergartens spielte Musik eine wichtige Rolle in meinem Leben. Mein Vater war Musiklehrer, zu Hause stand eine E- Orgel und es wurde viel gesungen und musiziert. Ich sang gerne in unterschiedlichen Gruppen, besonders auf Sommerfreizeiten, in denen wir uns am Lagerfeuer gegenseitig die ersten echten Gitarrengriffe zeigten, bekam mit 12 Jahren Akkordeonunterricht. Beim Schüleraustausch in Frankreich entdeckte ich, dass ich den Klang der französischen Sprache in Musik gerne mag, spielte später auf dem Akkordeon einen eigenen Musette- Walzer zur Erinnerung an die schöne Zeit dort. Französisch war seither mehr als lästige Vokabeltests. Als Teenager habe ich mich dann immer wieder mit anderen Musiker:innen verglichen. Ich hab mich dadurch immer unsicherer gefühlt, mein Selbstvertrauen und damit auch die Freude am Instrument verloren. 

Gospel mit Baby 

Nach der Schule hab ich eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht und Sozialpädagogik studiert, kam in der Arbeitswelt an. In dieser Zeit habe ich in verschiedenen Gospelchören gesungen. Mit meinem späteren Mann und seinen Kinder zog ich mit Mitte zwanzig zusammen, heiratete und gründete eine große Familie. Ich habe auch schwanger gern getanzt, mit Baby im Tragetuch Chorauftritte erlebt und nächtelang unruhige Kinder mit Gute- Nacht- Liedern beruhigt. Als Sozialpädagogin integrierte ich Musik als wesentlichen Bestandteil in meine Arbeit mit vielen Eltern- Kind-Gruppen und Kindern. Ich genoss es sehr, dass Musik so weiterhin ein Teil meines Lebens sein konnte. 

Spontaner Auftritt 

2018 habe ich als Begleitperson eines Schulorchesters auf einer Frankreichreise mit den Jugendlichen viel gesungen und abwechselnd mit einem Kollegen Gitarre gespielt. Zurück in Deutschland gab es ein Nachtreffen, zu dem ich erst mit einiger Verspätung kommen konnte. Als ich ankam meinte der Gitarrenspieler, er müsste sich jetzt leider schon auf den Weg machen, weil er heute Abend noch einen Auftritt habe. Er fragte mich, ob ich nicht spontan Lust hätte mitzukommen. Ich war eigentlich müde vom langen Tag und etwas überrumpelt, sagte aber aus einem Bauchgefühl heraus zu. Im Auto erzählte er dann, dass er einen Musiker kennen gelernt hätte, der ihm angeboten hätte von seinem 30minütigen Zeitslot die Hälfte abzugeben. So wolle er zum ersten Mal auf offener Bühne ein paar Lieder spielen. Der Laden sei da ganz locker. Ich könne ja auch mit auf die Bühne kommen. Ich bekam Herzklopfen – Bühne? Es war ziemlich warm in der Kneipe, in der ich keine Livemusik vermutet hätte. Ich staunte umso mehr, richtige Bühnenelemente samt Technik aufgebaut zu sehen. Wir wurden freundlich begrüßt. Weil alles so plötzlich kam, überlegten wir erst auf der Bühne, welche Songs wir überhaupt spielen wollten. Spontaner ging ` s nicht! Mit zittrigen Händen nahm ich das Mikrofon und schaute in die erwartungsvollen Gesichter. Meine Freude, genau hier zu sein war größer als alle Befürchtungen. Ich schloss einen kurzen Moment die Augen, hörte auf die ersten Gitarrenklänge und legte dann mit meiner Stimme los. Ich war fasziniert, mit welcher Leichtigkeit wir uns ohne Absprache intuitiv aufeinander einschwingen konnten. Ab dem Moment fühlte ich mich vollkommen frei. Der Gesamtklang war wie ein warmer Schauer, der mir durch sämtliche Zellen ging. 

Ich hatte das Gefühl, hier auf der Bühne sicher und zu Hause zu sein.

 Nichts war fremd. Das war so angenehm, dass ich diesen Energiefluss endlos weiter genießen und am liebsten einfach da bleiben wollte. Die Zeit war aber total schnell um – beim letzten Song kam es mir vor, als ob ich noch keine drei Minuten auf der Bühne gestanden hätte. Bestärkt von diesem Erlebnis habe ich eines der Open Stage Lieder wenige Tage später noch einmal mit Erfolg bei einer Aufnahmeprüfung für ein Studium, das Musik noch mehr in meinen Fokus rücken sollte, gesungen. 

Seit diesem Moment hat sich viel verändert. Mir ist klar geworden, dass Bewegungsfreiheit und kreativer Ausdruck so wichtig für mich sind, dass ich unbedingt aufhören muss, fremden Erwartungen zu folgen. Als engagierte Mama von vier Kindern fühlte sich die Suche nach einer Festanstellung als Sozialpädagogin immer mehr wie ein vermeintliches Sicherheits- Korsett an, für das ich mich ziemlich verbiegen müsste. Auch deshalb arbeite ich inzwischen freiberuflich. Musik hat mittlerweile einen ganz anderen Fokus in meinem Leben bekommen und ich merke, wie gut mir das tut. Ich weiß: Ich gehöre auf die Bühne. Deshalb bin ich auf weiteren offenen Bühnen aufgetreten, mache Straßenmusik und hab erste eigene Konzerte gegeben. Als nächstes stehen weitere Konzerte, offene Bühnen und Straßenkonzerte an, bei denen ich jetzt noch stärker meine eigenen Songs spielen werde.